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Wasserkraft

Wie funktioniert ein Flusskraftwerk?

sbb-maschine, gösgen

Laufkraftwerke nutzen das Wasser von Flüssen zur Stromproduktion. Mit einem nur kleinen Gefälle wird mit der Kraft grosser Wassermengen elektrische Energie erzeugt. Damit der Wasserdurchlauf gesteigert und das Gefälle optimal genutzt werden kann, wird das Wasser mit Hilfe eines Wehrs gestaut. Der Wasserlauf vor dem Stauwehr wird Oberwasser genannt, jener nach dem Wehr Unterwasser.

Die Energie, die sich mit einem Wasserkraftwerk gewinnen lässt, ist abhängig von der Wassermenge und der Fallhöhe des Wassers. In den Sommermonaten kann dank grösserer Wasserführung der Aare durchschnittlich mehr Strom produziert werden als im Winter.

Turbine als Herzstück

Neben der Wehranlage befindet sich das Maschinenhaus, wo mehrere Turbinen- und Generatoreneinheiten eingebaut sind. Kaplanturbinen eignen sich mit ihren propellerförmigen, verstellbaren Flügeln besonders gut für Flusskraftwerke, da sie auch bei kleinen Gefällen einen hohen Wirkungsgrad aufweisen. Das gestaute Wasser fliesst durch die Turbine und treibt diese an. Die dabei erzeugte Kraft wird im Generator in Strom umgewandelt und anschliessend via Transformator ins Stromnetz eingespeist. Über das Netz gelangt der Strom schliesslich zum Verbraucher.

Wege für Fische und Boote 

Die naturnahen Umgehungsgewässer und Fischaufstiegshilfen, so genannte Fischtreppen, schaffen eine Verbindung der Lebensräume unter- und oberhalb der Kraftwerke. Die Fische werden durch die von der Fischtreppe ausgehenden Strömung zur Fischtreppe gelockt und können dank der treppenartigen Konstruktion die Staustufe problemlos überwinden.

Die auf den Flüssen verkehrenden Boote können die Staustufe mit speziellen Boots-Transporteinrichtungen überqueren.

 

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